Bürgenhaftung, § 765 I BGB · BGB AT · Schema Zivilrecht

Im heutigen Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Schemata bzw. den Voraussetzungen der Bürgenhaftung nach § 765 I BGB im BGB AT.

Zweck der Bürgschaft

Die Bürgschaft ist ein Vertrag nach § 765 BGB zwischen dem Bürgen und einem Gläubiger, durch den der Gläubiger seine Forderungen gegenüber seinem Schuldner für den Fall von dessen Zahlungsunfähigkeit absichern kann.

Voraussetzungen der Bürgenhaftung, § 765 I BGB

I. Einigung über einen Bürgschaftsvertrag

Zunächst müsste eine Einigung über einen Bürgschaftsvertrag vorliegen. Erforderlich ist eine Abgrenzung zu Garantievertrag (§§ 311, 241 BGB) und Schuldbeitritt (§§ 311, 421 ff. BGB).

(!) Im Zweifel Bürgschaft. Garantievertrag / Schuldbeitritt: Eigenes wirtschaftliches Interesse

II. Wirksamkeit

1. Schriftform, § 766 BGB

2. Anfechtung, § 142 I BGB

3. Sittenwidrigkeit, § 138 I BGB

4. Widerruf, § 355 BGB

III. Bestehen der Hauptforderung (Akzessorietät), § 767 BGB

Die Bürgschaft ist ein akzessorisches Sicherungsmittel und setzt daher nach § 767 BGB das Bestehen der Hauptforderung voraus.

IV. Keine Einreden

1. Im Verhältnis Bürge – Gläubiger

v.a. Einrede der Vorausklage, §§ 771, 773 BGB

2. Im Verhältnis Hauptschuldner – Gläubiger#

a) § 768 BGB

b) Anfechtbarkeit, § 770 I BGB

c) Aufrechenbarkeit, § 770 II BGB

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